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Das "alon-Meter" 2005: Januar-Ausgabe

von Michael "alon" Plönzke

 

Der Januar war "radrenn-technisch" so gut wie keiner jemals zuvor. Mein bisheriger Rekord von einem Rennen im Januar - dies war 2002 beim Bremer Sechstagerennen - wurde gleich verdreifacht. Alle Rennen die ich mir vorgenommen hatte, konnte ich tatsächlich auch besuchen. Die Stationen im einzelnen hießen: Zeddam und Heerlen (Niederlande), sowie Muhlenbach (im Deutschen vermutlich "Mühlenbach" in Luxemburg).



Niederländische Meisterschaften Cyclo-Cross in Zeddam

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Das Bild zeigt einen Fahrer bei den Nationalen Meisterschaften der Niederlande im Cyclo Cross
(c) AndreaF

Vorgenommen hatte ich mir das ganze Wochenende. Dank eines organisatorischen Fehlers (das klingt ja richtig professionell großes Grinsen ) fiel der Samstag (u.a. das Rennen der Frauen) aber ins Wasser. So ging es dann also Sonntag morgen Richtung Emmerich und von dort aus dann weiter nach Zeddam. Im Auto saßen mein Vater und meine Mutter, die beide von Radsport, gelinde gesagt, wenig Ahnung haben. Aber was tut man sich nicht alles an, um zu einem Rennen zu kommen...

Die "NK Veldrijden 2005" waren mein erstes Crossrennen überhaupt. Der Kurs war ungefähr das, was ich mir unter einem Crossrennen vorgestellt hatte, und die Rennen waren spannend. Zu den Rennen gehörten: Masters 40+/50+ (manche sahen echt lustig aus ulle (duckundwech) ), die Junioren und das Profirennen (Sieger Richard Groenendaal). Besonders gefallen hat mir, dass man soviel von einem Crossrennen mitbekommt und dabei wenig rumlaufen muss, um verschiedene Stellen mitbekommen zu können. Ich rannte aber auch noch aus einem anderen Grund herum. Nach einem Jahr "mit Fotographen und Fotographinnen Rumgerenne bei Radrennen aber selbst nicht fotographieren können" juckte es mich mal wieder und ich schleppte die alte Kamera meines Dads mit mir rum. Die Bilder zeige ich euch nicht... natürlich nur weil mein Scanner nicht funktioniert. *hust*



GP Pierre Kellner in Muhlenbach

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Hochgeschwindigkeiten in Muhlenbach.
www.foto-grafik-satz.de

Eine Woche später, am Sonntag den 16. Januar, ging es früh mit dem Zug nach Bonn. Der Plan war mit Mani (und seinem Auto großes Grinsen ) Richtung Luxemburg zu fahren. Ich kenne mich aber in Bonn überhaupt nicht aus und Manis Beschreibung, "Haupteingang des Hauptbahnhofes raus, links über die Straße auf Parkplatz treffen", half mir auch nicht weiter, als ich aus dem Bahnhof kam und vor einer Hauswand stand. Ich war mir allerdings sicher, dass ich die richtige Seite rausgegangen bin. Ich hab mich da also umgedreht und naja - da war schon ein Parkplatz. Am Parkplatz aber war kein "Mani-Mobil". Dafür war dann da auch eine Straße. Leichte Panikanfälle erfüllten mich und irgendwann, ich war gerade ein Stück gelaufen, sah ich dann tatsächlich das Auto am Ende der Straße kommen. Es sah aus als würde es wie die Sonne am Horizont aufsteigen: Ich fühlte mich, als ob ich gerade von einem Sumo-Ringer zu einem Magersüchtigen mutiert wäre. Naja... jedenfalls konnte es nun Richtung Muhlenbach gehen.

Der Kurs war dann genau das Gegenteil zu Zeddam. Bis auf zwei Hürden einer Treppe und einem steileren Anstieg im Gelände sowie einem auf der Straße, war der Kurs recht unspektakulär. Genau genommen bedeutete dies, dass es sonst fast ausschließlich gerade Abschnitte gab. Das Rennen war trotzdem spannend und am Ende gewann Mariusz Gil.

 



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Ein Fahrer auf der "künstlichen Treppe" in Muhlenbach
www.foto-grafik-satz.de




International Veldrit Heerlen

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Die Spitzengruppe des Frauenrennens in Heerlen
www.cyclingfx.nl

Wiederum eine Woche später ging es erneut nach Bonn. Diesmal sollte es mit dem Auto nach Heerlen in der niederländischen Provinz Limbourg gehen. Doch erstmal hieß es in Bonn wieder (gleiche Stelle wie vor Wochenfrist), das Auto zu finden. Diesmal war es der City-Stau, welcher das "Auffinden" erschwerte - was solls. In Heerlen hatte ich meine Probleme, den Routenplaner zu lesen und wir fuhren zunächst eine Ehrenrunde bevor wir die Rennstrecke fanden.

Ein schöner Kurs übrigens - nicht ganz so abwechslungsreich wie Zeddam, aber viel Wiese und wie sich später herrausstellen sollte, machte speziell dies den Tag einfach nur genial.

Zuerst war aber das Frauenrennen dran. Eine Dreiergruppe hatte sich früh abgesetzt. Mit dabei war die Deutsche Sabine Spitz, eigentlich eine Mountainbikerin, die am Schluss auch gewinnen sollte. Sieben Tage später wurde sie bekanntermaßen Vize-Weltmeisterin im Querfeldein. Dies hat der Streckensprecher wohl auch geahnt, denn sein Kommentar auf Sabines Antwort ("Platz unter den Top Ten bei der WM ist gut") war selbst für einen nicht der niederländischen Sprache mächtigen Menschen zu verstehen.

 

 




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Die "Schlamschlacht von Heerlen"
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Der Sieger auf der Zielgeraden
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Passend zum Männerrennen fing es dann an zu regnen. Eigentlich nicht schön, doch da es erstens zum Start wieder aufhörte und vor allem zweitens, die Strecke dadurch ziemlich tief und schlammig wurde, war es genial. Es war schlichtweg die "Schlammschlacht von Heerlen". Nur soviel: Ich musste nachher meine Schuhe eine Woche lang jeden Tag zweimal putzen bevor sie wieder komplett sauber waren. Das Rennen wurde von Richard Gronendaal gewonnen vor dem bis dato noch amtierenden Weltmeister Bart Wellens.



Sonstiges

Der Januar beschränkte sich aber nicht nur auf Live-Erlebnisse, denn es gab auch zwei Rennen, die ich im Fernsehen verfolgen konnte. Zum einen war es das Bremer Sechstagerennen in einem mehr oder minder schlechten Bericht auf Nord 3 und die Cross-WM aus St. Wendel mit einem interessanten Frauenrennen auf SWR und einem sehr bescheidenen Bericht in der ARD.

 

Die Straßensaison hat währenddessen in der Wüste (Qatar) und in Down Under begonnen - jetzt auch in Malaysia. Aber wirklich intressiert haben mich die Rennen noch nicht. Und dann hat mich noch verwundert, wie früh man/wir/ich über die Tour de France-Teams spekuliert....



Statistik

Ich habe im Jahr 2005 drei Radrennen besucht - davon im Januar drei.

Von allen Rennen waren dies drei Cyclo-Cross Rennen. In den Niederlanden hab ich zwei Rennen besucht und eines in Luxemburg.


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