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Phonak goes to Spain oder: Wie hört man besser Spanisch

Text: jonas
Fotos: cyclingimages.com und velo-photos.com



Vorschau

Wie schon im letzten Jahr hat auch heuer die Tour de France die Vuelta als Phonak Saisonhöhepunkt abgelöst. Dies hindert die sportlichen Leiter aber nicht daran ein absolutes Topteam nach Spanien zu schicken. Ob dieses Team dann auch die Topleistungen bringen kann ist dann aber natürlich eine andere Frage.

Nach den enttäuschenden Leistungen in San Sebastian und Holland hat Phonak die Führung in der Pro-Tour Wertung an CSC verloren. Allerdings gibt es noch genug Chancen diese wieder zurückzuholen. Die Vuelta ist eine dieser Möglichkeiten, vor allem da CSC nicht mit einem besonders starken Team auftritt.

 



Nun zum Phonak-Aufgebot:


Santiago Botero Echeverry (Col)

 

Keine Frage, Botero lieferte zusammen mit Savoldelli das Comeback des Jahres. Er siegte bei der Tour de Romandie überlegen und wurde bei der Dauphiné nur durch den überraschenden Landaluze geschlagen. Zusätzlich holte er sich noch einen 2.Etappenplatz bei der Tour de France ehe er dann krank wurde und nicht mehr an die vorherigen Leistungen anknüpfen konnte.

Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass er nochmals volle Fahrt aufnehmen kann und sich bei der Vuelta erneut in Topform präsentiert. Aber ich lasse mich natürlich gerne überraschen. ;)

 




Martin Elmiger (Swi)

 

Sein Frühjahr war bescheiden, danach kam der Schweizer Meistertitel und vor 3 Wochen an der HEW Cyclassics mit dem 6.Platz sein wertvollstes internationales Resultat überhaupt. Elmiger ist ein Allrounder, er kann ganz gut klettern wenn er muss, er ist endschnell und kann auch mal Zeitfahren. Er wird versuchen sich in Gruppen zu schleichen und so mal um einen Etappensieg fahren zu können. Es ist seine erste GT dieses Jahr nachdem er im Vorjahr die Tour de France bestritten hatte.

 




Santos Gonzalez Capilla (Spa)

 

Wegen einer internen Suspendierung durfte er nicht zur Tour de France. Was der Grund dafür war, darüber schweigen sich die Phonak-Bosse aus. Ob es jetzt ein zu hoher Hämatokritwert war oder einfach ein schlechtes Benehmen, wir werden es nicht erfahren.

Trotzdem wird er an seinen Leistungen gemessen und die waren dieses Jahr doch sehr bescheiden. In Katalonien war er der 3.beste Phonak-Mann und fuhr in die Top-20. Ansonsten war Funkstille. Er sollte jetzt schon noch was zeigen. Im Gesamtklassement rechne ich nicht mit ihm, viel mehr wird er im Zeitfahren zu beachten sein.

 




Ignacio Gutierrez Cataluna (Spa)

 

Des Bruders Yakovlev, oder so ähnlich. Leistungsmässig hat er sich den Startplatz wohl eher nicht verdient. Er war wenig zu sehen bisher. Den Giro hat er bereits bestritten und ist ihn auch zu Ende gefahren, allerdings sehr passiv. Kann er sich im Windschatten seines Bruders steigern? Wir werden es sehen.

 




José Enrique Gutierrez Cataluna (Spa)

 

Für ihn gilt ähnliches wie für seinen Spezi Santos Gonzalez. Die Saison bisher war sehr zurückhaltend, genauso wie die Tour de France. Dort fuhr er zwar durch, war im Mittelfeld klassiert, aber wirklich aktiv hat man ihn nie gesehen. Für ihn gilt ähnliches wie für Elmiger. Er ist ein guter Zeitfahrer, kann ganz gut klettern und ist auch endschnell. Auch er wird sich wohl auf einzelne Etappen konzentrieren und versuchen den letztjährigen Coup zu wiederholen, wo er den einzigen „richtigen“ Phonak Etappensieg holte.

 




Floyd Landis (Usa)

 

Seine Tour de France war gut, vorher hat er bereits bei der Georgia-Rdf. brilliert. Sein erstes Jahr als Kapitän kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Nun könnte er noch etwas drauflegen, ob er das allerdings kann ist für mich fraglich. Im Vorjahr ist er auch eine starke Tour gefahren um dann bei der Vuelta das Niveau nur eine Woche halten zu können. Wenn es denn für die Gesamtwertung nicht reicht kann er mal zeigen, dass er auch offensiv fahren kann. Das hat man von ihm bisher kaum gesehen.

 




Miguel A. Martin Perdiguero (Spa)

 

So ganz konnte er an sein brillantes Jahr 2004 nicht anknüpfen. Im Frühjahr war er stark, bei Lüttich-Bastogne-Lüttich vielleicht sogar der Stärkste im Feld. Leider reichte es nicht ganz für eine Platzierung ganz vorne, trotzdem war sein Rennen klasse. Bei der Tour de Romandie war er zusammen mit Tschopp der beste Helfer und fuhr Kilometer um Kilometer von vorne um am Schluss trotzdem noch in den ersten 20 des Gesamtklassements aufzutauchen.

Leider hat er diese Form anscheinend nicht mitnehmen können. In San Sebastian fuhr er ein enttäuschendes Rennen und war weit weg von seinem Vorjahreserfolg. Für ihn gilt es im Hinblick auf die WM, Zürich und die Lombardei wieder in Form zu kommen. Ansonsten wird er ähnlich wie Elmiger und Quique Gutierrez sich auf Etappen spezialisieren. Auch er klettert ganz gut und ist recht endschnell. Nur das Zeitfahren hat er nicht erfunden.

 




Victor Hugo Peña (Col)

 

Peña hat sich seine erste Phonak-Saison sicher auch anders vorgestellt. Nach einem Sturz im Frühjahr musste er lange pausieren und verpasste die Tour de France. Erst bei der Benelux-Tour kam er zurück. Sein Ziel wird sicher sein Madrid zu erreichen. Viel mehr kann man nicht erwarten, ein Top-10 Platz bei einem Zeitfahren wäre wohl schon so ziemlich das Optimum.

 




Oscar Pereiro Sio (Spa)

 

Der Phonak-Tourheld will es erneut wissen. Letztes Jahr musste er ja aufgrund einer Verletzung passen und vor 2 Jahren war es mit Platz 16 zwar eine solide Leistung aber auch nicht mehr. Wenn einer der Phonak-Cracks im Gesamtklassement vorne mitfahren kann, dann er. Mit seiner angriffigen Fahrweise hat er bei der Tour de France überzeugt. Ich hoffe er hat diese nicht in der Zwischenzeit verloren.

 


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