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Helden Ende Mai 2001



Held zur Zeit: Enrico Poitschke

 

Der 32jährige Geraer Enrico Poitschke vom kleinen Team Wiesenhof-Leipzig gewann nicht nur eine Etappe der Friedensfahrt im Sprint, wobei er so namhafte Sprinter wie Tom Steels besiegte, sondern konnte zwei Tage später sogar das gelbe Trikot des Führenden der Gesamtwertung übernehmen und es drei Tage behalten.

 

Während der Etappen in Gelb holte er das letzte aus sich heraus, um das Trikot zu verteidigen. Das beeindruckte die Fans aber auch die Mitstreiter aus höher eingestuften deutschen Mannschaften, die ihm auf der Königsetappe bei der Trikotverteidigung halfen, als er keine Unterstützung aus der eigenen Mannschaft mehr hatte.

 

Beim Zeitfahren verlor er dann zwar doch die Führung aber als sechster in der Endabrechnung war er immerhin bester deutscher Starter.

 

Seine gute Form zeigte der Wiesenhofkapitän aber schon vor der Friedensfahrt, als er den Ringerike Grand Prix in Norwegen gewann und auch nachher, als er sich bei "Rund um die Hainleite" in Thüringen nur Christian Wegmann (Saeco) geschlagen geben mußte.

 



Teams zur Zeit

 

Die deutschen GS 3 Teams: Es waren nicht die Teams Telekom oder Coast, die die Friedensfahrt zu einem sehenswerten Radsportereignis gemacht haben und auch die deutschen GS 2 Mannschaften haben sich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert.

 

Begeistert aber haben uns in erster Linie die drittklassigen Teams: die Agro Adler Brandenburg und vor allem das Team Wiesenhof-Leipzig (aus dem ehemals auch sehr beliebten Bunte Berte Team hervorgegangen). Während es den Agro Adlern mit Christian Lademann gelang, eine Etappe zu gewinnen, konnte das von einem Geflügelbetrieb gesponsorte Team Wiesenhof nicht nur einen Etappensieg herausfahren, sondern hatte auch noch zeitweilig das gelbe Trikot des Gesamtführenden (Poitschke) und das grüne Trikot des besten Sprinters in seinen Reihen, das Andre Schulze sogar bis zum Schluß verteidigen konnte.

 

Die Friedensfahrt hat gezeigt, wie wichtig solche Teams sind, wie sie zur Vielfalt im Radsport hierzulande beitragen, wie sie als Talentschmieden anzusehen sind. Gerade deshalb ist es umso unverständlicher, dass viele Veranstalter von Radrennen in Deutschland lieber große Teams verpflichten, die mit ihrer dritten oder vierten Garde (oder mit gelangweilten Stars) ankommen, als engagierte kleine Teams, die dem Rennen wie bei der Friedensfahrt gezeigt, Leben einhauchen könnten.



Helden ehrenhalber

 

Thilo Schüler: normalerweise für das "kleine" das Junior Team Telekom fahrend, stand er während der Friedensfahrt in Diensten des deutschen U 23 Nationalteams und gewann die letzte Etappe im Sprint, während seine Kollegen des großen Team Telekom sich eher wenig in Szene setzen konnten.

 

Danilo Hondo: leider wurden seine beiden bisherigen Giro d'Italia - Etappensiege in Deutschland nur wenig wahrgenommen... aber soll Radsport auch nach Ullrich und Zabel in Deutschland eine Größe sein, braucht man hierzulande Erfolge wie diese....

 

Zorn zur Zeit

 

Den Zorn zur Zeit müßten sich eigentlich die Herren Bo Hamburger und Roland Meier zuziehen, für einen IQ, der den von Knäckebrot nicht übersteigt (dank an Marcel Wüst für diesen Vergleich ...) aber wir wollen mal versuchen, fair zu bleiben und warten die B-Probe ab.

 

Bis dahin bedenken wir mal wieder die Medien zumindest mit einem Stirnrunzeln: Da finden beide Giro-Etappensiege Danilo Hondos keinerlei Erwähnung in den wichtigen Nachrichtensendungen. Wie soll sich denn Radsport etablieren, wenn nicht mal von Giro-übertragenden Sendern über sowas berichtet wird (und das ARD-Nachtmagazin zählt hier einfach mal nicht....)?

 

Außerdem hat sich das DSF (stellvertretend für andere Sender) auch nach 4 Jahren Radsport-Hype immer noch nicht das geringste Wissen in Sachen Radsport angeeignet. So verteidigt Danilo Hondo bei seinem ersten Etappensieg angeblich einen knappen Vorsprung ins Ziel... Leute, das war vielleicht kein traditioneller Flachetappensprint aber doch ein Sprint, kein Ausreißversuch...

 

Und Jan Ullrichs mangelnde Form wird (mal wieder) damit begründet, dass er auf einer flachen Etappe "nur" mit dem Hauptfeld ins Ziel kam....

 

Zitat zur Zeit

 

Marc Lotz im Gästebuch von Addy Engels (beide Rabobank):

"Ben zo'n domme fietserenner..." (Übersetzt: bin so ein doofer Radfahrerl...")

Was uns das jetzt wohl sagen soll?



der silberne Ludo *

 

Naja.. okay... wer anderes sollte den wohl bekommen als unser aller Angermännchen?

 

Ihr wollt Beispiele, die zeigen, dass seine Nominierung gerechtfertigt ist? Okay, hier sind ein paar:

"Andreas Kessler" (eigentlich in jeder Giro-Übertragung, keine Ahnung, warum Klaus diese Variante bevorzugt)

 

"Jan Hundertmarck" (okay.. Durchschnitt - geben wir zu- welchem Radler hat er noch nicht den Vornamen "Jan" verpaßt....)

 

"Der andere Mario, der aus Cottbus..." (Er redet von Danilo Hondo...)

 

Dem armen Danilo hat unser Klaus dann auch noch die Tochter weggenommen, um sie kurzerhand Andreas Klöden unterzuschieben.... überhaupt taucht der name Andreas Klöden in jeder Übertragung auf, ob er nun mitfährt oder nicht. Wenn nicht, wird eben mal kurzerhand ein Fahrer umgetauft...

 

Unser Favorit der letzten Zeit ist aber eindeutig:

"...ohne Vorderrad hat er das Loch zugemacht" (Öhhh... Klaus, das mußt du uns mal vormachen... da sind wir sehr gespannt drauf!)



 

* Preis für die besten Patzer von Radsport-Kommentatoren, siehe hier 


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